80 Jahre Kriegsende – Aufgestanden ist er, welcher lange schlief …

literarisch-musikalische Revue
Eine Spurensuche auf dem Minenfeld der Sprache von und mit Sigrid Grajek & Jens-Karsten Stoll

Krieg als Mittel der Politik erfreut sich weltweit seit einiger Zeit erschreckend wachsenden Zuspruchs. Nach 80 Jahren Frieden in unseren Breiten scheinen die Erinnerungen an die Schrecken und Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen verblasst. Kriegsrhetorik wird zur neuen Normalität und Kanzler Friedrich Merz befindet: „Frieden gibt’s auf jedem Friedhof.“

Wir gehen auf literarische Spurensuche in die ersten Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts, als nach langer Friedenszeit ein Krieg von einigen lyrisch nahezu herbeigesehnt wurde. Als er dann da war, wurde er von vielen enthusiastisch begrüßt und gefeiert, von einigen humoristisch verklärt. Die Realität der Schützengräben sah dann anders aus als gedacht. Nach den Jubelgesängen kamen die Totenklagen. Der Erste Weltkrieg wird von Historikern zwar als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet, aber erinnert wird kaum an ihn. Diese Lücke wollen wir schließen.

Ein nachdenklicher Abend mit Texten von Georg Heym, August Stramm, Hugo Ball, Frida Bettingen, Klabund, Berta Lask, Erich Mühsam, Gerrit Engelke u.a.
Kompositionen von Jens-Karsten Stoll

Uraufführung: 4. Mai 2025, Berlin.
Gefördert von Kulturprojekte Berlin für die Themenwoche 80 Jahre Kriegsende – Befreiung Europas vom Nationalsozialismus